PC optimieren

Der neue Rechner ist gekauft. Nun möchte man, der Werbung für das Teil folgend, auch gerne
die neueste Software aufspielen und natürlich auch gleich auf CD und DVD brennen. Nach kurzer
Zeit stellen sich die ersten Misserfolge ein und der Frust macht sich breit. "Sollten die Schrott
verkauft haben?" Das ist selten der Fall. Wenn man einen Rechner kauft, egal wo, so
kauft man das Teil mit einer sogenannten "Grundeinstellung". Mit dieser Einstellung läuft
das Gerät zwar, aber nur mehr schlecht als recht und mit der Zeit wird man sich an die
"Abstürze" gewöhnen müssen.
Wer sich damit nicht zufrieden geben will, sollte seinen PC optimieren. Diese Optimierung
nimmt natürlich Zeit in Anspruch, daher bekommt man vom Werk aus, auch nur die
Grundeinstellung, womit der PC “einigermaßen” stabil läuft. Wenn der Hersteller/Verkäufer den PC und das darauf installierte Betriebssystem optimieren sollte, würden die Computer unbezahlbar werden.

Mit der Optimierung wird im BIOS angefangen. Da es dort umfassende Möglichkeiten gibt,
empfehle ich das kostenfreies Programm, von Hans-Peter-Schulz BIOS Kompendium , welches Informationen zu fast allen BIOS-Typen liefert:
Hier wird kurze und genügend Info geliefert, das auch der Ungeübte sein eigenes BIOS zu optimieren vermag.
Mein Tipp: Bitte nicht alles auf einmal ändern ! Nach der Änderung eines Punktes sollte erst einmal kontrolliert werden, ob auch noch alles "läuft". ;-) (Neustart)

Aber das größere Problem ist Windows selbst. Je mehr damit gearbeitet wird, desto schlimmer
wird es mit Windows. Das liegt nicht an dem Benutzer, sondern am Windows-Betriebssystem.
Um einen optimal laufenden Rechner sein Eigen nennen zu können, wird man auch hier nicht umher kommen, selbst Hand an zu legen. Empfehlenwert sind diverse Tools mit denen man Windows schnell und einfach konfigurieren aufräumen und testen kann.

Interessante Tipps und Einstellungen für ein stabieleres Windows habe ich weiter unten aufgeführt. Natürlich wird diese Liste in kurzen Intervallen aktualisiert, so das es sich lohnt, hin und wieder einmal rein zu schauen. Tipps und Vorschläge werden natürlich auch berücksichtigt und wären für alle Leser zum Nutzen.
Die hier angebotenen Möglichkeiten sind für das Betriebssystem "Windows". Die angegebenen
Pfade können sich geringfügig ändern, je nach Version des Betriebssystems. Es gibt keine
Reihenfolge. Alle Optimierungsmöglichkeiten sind unabhängig voneinander. Bei kritischen
Einstellungen steht der Hinweis "überprüfen" am Ende des Tipps.

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Festplattenzugriff beschleunigen:
Zuerst sollte der von Windows gesammelte Datenmüll von der Festplatte. Das macht Windows nicht von selbst. Ist ja schließlich auch kein Unix-System, wo ein solcher Datenmüll erst gar nicht entsteht. (Unix, Linux usw.).
rechte Maustaste- Start/Explorer/rechte Maustaste- Festplatte C/Eigenschaften/Laufwerk bereinigen
Da es sich um ein “Windows-Bereinigungsprogramm” handelt, sollte klar sein, das längst nicht alle Mülldaten gefunden werden.
Prüfen Sie im Datei-Explorer c:\Dokumente und Einstellung\Lokale Einstellung\Temp\ ob hier alle Dateien/Ordner gelöscht sind. Es könnte sein, das sich in diesem Ordner nicht alle Dateien/Ordner löschen lassen. Macht nichts. Lassen sie sie einfach.
Ebenso in c:\Dokumente und Einstellung\Lokale Einstellung\Temporary Internet Files\ Auch hier können Sie alles löschen, bis auf den Ordner: Content.IE? und 2 darin enthaltene Dateien: desktop.ini und index.dat. Alle anderen darin befindlichen Dateien/Ordner können unbedenklich gelöscht werden.

Wer noch mehr Müll loswerden will, muss “zu Fuß” weiter machen: rechte Maustaste- Start/Explorer/Suchen-Fenster öffnen. “Nach folgenden Dateien suchen”: *.tmp eingeben. “Suchen in”. lokale Festplatten C usw. “Jetzt suchen”
Alle gefundenen Dateien können normalerweise ohne bedenken gelöscht werden. Es sei denn, Sie haben selbst temporäre Dateien angelegt. Die Prozedur können Sie für folgende Endungen wiederholen:
bak, old, ~??, dmp, gid, fts

Mit dieser Aktion sind Sie den meisten Datenmüll losgeworden und sollten nun noch überlegen, wo Sie Dateien abgespeichert haben, die Sie ebenfalls nicht mehr benötigen. Auch diese sollten Sie löschen, oder auf CD/DVD brennen.

Als letzten Schritt empfehle ich die Festplattendefragmentierung:
rechte Maustaste- Start/Explorer/rechte Maustaste- Festplatte C/Eigenschaften/Extras/Defragmentierung
Danach sollten die Festplattenzugriffe um einiges schneller geworden sein.

DMA aktivieren:
Start/Einstellung/Systemsteuerung/System/Geräte-Manager/Laufwerke
(IDE ATA-ATAPI-Controller). Dort sind die installierten Laufwerke (Primärer IDE-Kanal) zu
finden. In Eigenschaften findet man die Möglichkeit den DMA-Modus zu aktivieren.

Firmware aktualisieren:
Die Firmware ist sozusagen das "Betriebssystem" des Gerätes. Das Gerät kann ein
DVD-Laufwerk, Brenner oder sonst ein Teil des PC´s sein. Unter "Start/Einstellung/
Systemsteuerung (Computerverwaltung) System/Gerätemanager ist das entsprechende
Gerät zu lokalisieren. Mit rechte Maustaste auf das Gerät klicken und "Eigenschaften"
anwählen. Unter Geräteinfos findet man auch die Revisionsnummer. Findet man im Internet
auf der Herstellersite eine neuere Version, sollte man das Update durchführen.

USB - Anschluss:
Die meisten neueren PC´s haben einen USB-Standard 2.0 Anschluss. Es ist aber auch zu
überprüfen, ob dieser aktiviert ist. Im BIOS sollte ein Menüpunkt vorhanden sein, der so
oder ähnlich lautet: "USB 2.0 Controller Mode"
Dieser sollte auf "FullSpeed" stehen, damit der 2.0 Standard aktiviert wird.
Sollte man nicht diesen "Luxus" des 2.0 Standards, sondern nur 1.1, vorweisen können, so
kann man für ca. 30,-Euro, PCI-Karten erwerben, die 2 oder mehrere 2.0 USB-Anschlüsse
vorweisen. Doch benötigt werden diese ca. 40x schnelleren Anschlüsse nur für Digitalkameras
mit großen Speicher, oder ex. Festplatten. Drucker oder Scanner sind dieser hohen
Geschwindigkeit noch nicht gewachsen und bringen kein Geschwindigkeitsvorteil durch 2.0
Standards.
Übrigens ist es ratsam die USB-Geräte immer an derselben Buchse anzuschließen.
Achtung beim Kauf von USB-Geräten:
Oft wird der Zusatz "kompatibel" verwendet. "USB 2.0....(kompatibel)", oder "High Speed".
Hierbei handelt es sich immer um 1.1 Geräte. (Full Speed wäre 2.0)

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