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Der Karneval / Fastnacht / Fasching:
Die Bezeichnungen für dieses Fest sind sehr unterschiedlich. Die Fastnachtzeit in Deutschland erstreckt sich vom 11.Nov. bis Aschermittwoch. Oft wird es auch als die sogenannte 5. Jahreszeit bezeichnet. Die Herkunft ist schwammig: 325 wurde auf dem Konzil von Nica das Osterdatum auf den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond festgelegt. Um 600 führte Papst Gregor I. eine 40tägige Fastenzeit vor Ostern ein, die an die Zeit erinnern soll, die Jesus Christus in der Wüste verbracht hat. Nach dieser Regelung begann die Fastenzeit am Dienstag nach dem 6. Sonntag vor Ostern ("Invocavit" oder "Dominicia Quadragesima", im Deutschen auch "Funkensonntag"). Mit dem Konzil von Benevent im Jahr 1091 wurden die sechs Sonntage vor Ostern vom Fasten ausgenommen. So rückte der Beginn der Fastenzeit um sechs Tage nach vorne auf den heutigen Aschermittwoch. Der Termin des 11. November beruht auf die Adventszeit, mit welcher früher eine sechs-, später dann eine vierwöchige Buß- und Fastenzeit begangen wurde. Die sechste Woche vor Weihnachten beginnt mit dem 12. November, sodass am Vorabend der bevorstehende Beginn der Fastenzeit feuchtfröhlich gefeiert wurde. Den Höhepunkt erreicht die Fastnacht in der eigentlichen Fastnachtswoche vom unehelichem Kindertag; Donnerstag (Weiberfastnacht) über den Rosenmontag bis zum Aschermittwoch, an dem dann das närrische Treiben ein Ende hat. Dabei gibt es insbesondere am Rosenmontag entsprechende Umzüge.
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Wichtiger ist aber der >Sinn< dieses Festes:
Karneval/Fastnacht beginnt eigentlich erst richtig am Donnerstag der sogen. Weiberfastnacht. Viele strömen dann in die zurecht gemachten Straßen und Gassen mit ihren offenen Kneipen und Pups. Mit dem Gedanken: “Heute machen wir so richtig einen drauf” hat man schon die richtige Einstellung für diesen Tag. Natürlich haben sich viele für den nächsten Tag auch frei genommen. Das dann an diesem Abend nicht nur etwas getrunken wurde, stellen manche erst einige Tage später fest. Der Partner packt nämlich seine Koffer, weil es ihm ein wenig zu bunt geworden ist. Schade, aber dafür hat man ja vielleicht auch schon einen neuen Partner? Andere bekommen erst einige Wochen später Besuch, von einer Unbekannten, die doch mit aller Frechheit behauptet, das Kind in ihrem Bauch sei von Ihnen...........! Wem das noch nicht reichte, kann sich am “Rosenmontag” noch mal richtig austoben. Küsschen hier und da, schon schmeckt das Bier wieder wunderbar. Wer will da humorlos abseits stehen und als Spielverderber gelten? Glücklicherweise ist oben beschriebenes nur den wenigsten Teilnehmer zuzuschreiben. Doch leider nimmt die Zahl derer zu, die im Rausch des Festes, ihre Würde und Anstand ganz und gar bewusst ablegen! Sicher mag es viele geben, die wirklich nur ein wenig feiern wollen, um für wenige Tage den Alltag zu vergessen. Wenn auch Sie es nötig haben, von Ihrem Alltag abgelenkt zu werden, dann ändern Sie doch einfach Ihren Alltag.....!
Traurige Bilanz bei vielen Familien, die mitgefeiert haben:
- Ehe-Trennungen
- uneheliche Kinder
- Streit in der Familie
- Viele Verletzte und sogar Tote
Aber egal, das war der Spaß doch wert, oder? Und außerdem hat es ja nicht Sie getroffen....... Sollen die anderen doch besser aufpassen, richtig? Nächstes mal kann es Sie treffen! Und dann wird Ihr Song: “Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel....” auch nicht mehr helfen!
Auszüge aus VdHS 11161 Karneval

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